Spring Party der Forty Fours mit Kate Sala, 27. + 28. Mai 2016

Es war tropisch. Angesichts des Mottos „Hawaii“ waren wir auf bunt und fröhlich eingestellt. Auf das feucht-warme Klima, das uns die Großwetterlage Ende Mai bescherte, hätten wir gerne verzichtet. Das ist aber auch schon alles, was mir gar nicht gefallen hat. Bühne

Die Forty Fours hatten dieses Wetter ja nicht bestellt, im Gegenteil: sie haben wieder alles dafür getan, dass ein Line-Dance-Event der 1. Kategorie im schönen Bürgersaal von Maichingen stattfinden konnte: gute Vorarbeit im Vorfeld, bunte ansprechende Deko auf der Bühne und auf Tischen und Wänden, viel Platz zum Tanzen, niveauvolle Playlisten für beide Abende, ein tolles Kuchenbuffet am Samstag, eine fantastische Show der Forty-Fours-Auftrittsgruppe und „last but not least“ KATE SALA, als Stargast für die Workshops.

Ich mag Kate so sehr, dass sie alles unterrichten könnte und ich würde mich freuen. Sie ist immer ein Hingucker, sie tanzt fein, sie lächelt viel und ihr Unterricht ist auch für diejenigen nachvollziehbar, die nicht wirklich Englisch können, aber die Fachsprache gelernt haben und sie im Workshop umsetzen können.

Kate kam leider erst sehr spät am Freitagabend an, weil ihr Flug sehr große Verspätung hatte. Da hatten wir schon einen sehr schönen 1. Tanzabend hinter uns. Die Forty Fours haben sich nämlich dieses Jahr getraut, ihr Line-Dance-Fest auf 2 Tage zu verteilen. Ich war von Anfang dafür, denn meine Erfahrung sagt, dass der Abend vor dem Workshoptag richtig gut läuft. Die Teilnehmer kommen voller Vorfreude an, sind noch frisch und ausgeruht, freuen sich aufs Tanzen und darauf, die Freunde wiederzutreffen. Und genauso war es auch in Maichingen. Was nicht geklappt hat, war, dass ich den ganzen Abend hungrig blieb, weil ich nicht mal Zeit hatte, meine Brotzeit auszupacken. Es folgten die Tänze einer nach dem anderen und dazwischen musste ich schauen, dass ich eine kurze Schlange an der Getränkeausgabe erwischte. Das Bonsystem für die Getränke fand ich klasse, weil zeitsparend. Allerdings sollte man sich merken, wo man seinen Wertbon aufgewahrt J Es war mir eine große Freude und Ehre, am Ende des Abends, als Kate endlich da war, einige ihrer Tänze mit ihr zu tanzen. „Tango de Pasion“ wird immer noch viel getanzt, aber „Merci“ von 2008 hat bestimmt einige erstaunt. Ich habe mich so auf diesen Tanz gefreut. Er hat mich 2008 verzweifeln lassen. Damals habe ich ihn einfach nicht hinbekommen, immer wieder in meinem kleinen Flur geübt und die Brücke doch nicht richtig erwischt. Dieses Jahr hat er gut geklappt und ich war happy!

Kate Sala

Nach einer kurzen Nacht konnten wir am Samstagvormittag erst mal noch etwas Zeit vertrödeln oder auch sinnvoll nutzen, je nach Lust und Laune. Im kleinen Maichingen gibt es nicht wirklich viel anzuschauen. Da ich die Essensbestellung für Abends abgeben musste und deshalb im Ort unterwegs war, machte ich einen Abstecher über den Friedhof, der sich als ganz idyllischer Ort herausstellte. Ich hoffe, dass klingt jetzt nicht zynisch oder sonst wie befremdlich. Pünktlich für den Beginn der Workshops um 14 Uhr fanden wir uns wieder in der Halle ein. Gott sei Dank war es zumindest in der Halle nicht mehr so warm, wie am Vortag. Was Kate unterrichten würde, ließen wir einfach auf uns zukommen. Hier die Liste der Workshop-Tänze:

  • Rain, 32/2 Beginner von Kate Sala von November 2015 zur gleichnamigen Musik von Tanner Gomes. Ein leichter Tanz zu Countrymusik als Einstieg in einen langen Nachmittag. Das verlinkte Video zeigt Kate wieder mal in einem WS in Frankreich, wohin sie sehr oft eingeladen wird.
  • Middle of Love, 40/4 Improver von Kate Sala zur gleichnamigen Musik von Beverly Knight. Kate hat diesen Tanz zu einem gospelähnlichen Musikstück an diesem Tag zum 1. Mal unterrichtet.
  • Nobody’s Perfect, 64/2 Intermediate von Ria Vos & Kate Sala von Mai 2016 auf das Lied “Runnin Out Of Love” von Medina. Leider sind alle Videos gesperrt. Obwohl noch ein relativ neuer Tanz, hat er sich schon schnell verbreitet. Es war der anspruchsvollste Tanz, den Kate an diesem WE unterrichtet hat.
  • Primer Beso, 32/4 High Beginner von Kate Sala, auch ein ganz neuer Tanz auf das Lied „Enamorandonos“ von CABAS.
  • Winning Streak, 48/4 Improver Lilt von Kate Sala und Robbie McGowan Hickie von November 2015 auf das gleichnamige Musikstück von Ashley Monroe
  • Let’s Mess Around, 32/4 Intermediate Funky, auch ganz neu, von Kate Sala auf das Lied von ‘Messin’ Around’ by Enrique Iglesias ft. Pitbull.

Vielen Teilnehmern und Teilnehmerinnen haben besonders „Middle of Love“, „Let’s Mess Around“ und „Nobody’s Perfect“ gefallen. Aus meiner Sicht war jetzt kein wirklicher „Knallertanz“ dabei. Es ist ja auch schlicht nicht möglich, unentwegt Tänze zu kreieren, die man sofort liebt.

Wenn jemand anderer Meinung ist, dann wäre es sehr nett, diese Rückmeldung zu geben.

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Als die neuen Tänze gelernt und auch schon ein wenig wiederholt waren, gab es eine Pause von einer Stunde für das Abendessen. Die Forty Fours hatten sich dafür entschieden, dieses Jahr kein Buffet anzubieten. Ein solches ist aufwendig und es dauert viel Zeit, bis alle gegessen haben und alles Geschirr wieder entfernt ist. Deshalb gab es dieses Jahr in der Halle Butterbrezeln, Schinkenhörnchen und Fleischkäs‘-Brötchen und vom Kuchenbuffet war auch noch viel übrig. Ein warmes Essen war einigen doch wichtig und sie haben sich deshalb in Gaststätten in der unmittelbaren Umgebung begeben. Der Zeitplan ließ für das Abendessen und Umziehen nicht viel Zeit. Ich fände es gut, wenn wir beim nächsten Event mehr Zeit dafür bekämen.

Gemäß dem Motto „Hawaii“ kamen die meisten Gäste schön bunt gekleidet und bekamen am Eingang noch eine Blumenkette. Auch wenn ich nicht wirklich glücklich bin, wenn ich für eine Party ein Motto erfüllen muss, finde ich nachträglich doch, dass dieses Motto eine gute Idee war. Der Blick in die Runde war immer schön und auch Kate war eine Augenweide.

PlaylisteAuch die Playliste war mottogerecht aufbereitet und wir waren wieder viel mit Tanzen und der Wiederholung der Workshops beschäftigt. Bei ein paar Tänzen war die Tanzfläche ziemlich leer. Das ist die Folge von zu vielen Tänzen und dass jede Gruppe andere Prioritäten setzt. Auf der anderen Seite können die, die jetzt nicht mittanzen, mal zuschauen und darüber nachdenken, ob ihnen der bestimmte Tanz auch gefallen würde. Der Gruppe „Lucky Dance Generation“ aus Zell unter Aichelberg und ihren Trainern Jana und Matthias Ziller habe ich jedenfalls sehr gerne zugeschaut, als sie „Dreamcatcher Waltz„ getanzt haben.

Kate Sala im Showauftritt

Tanzen war also wieder sehr erfreulich. Sehr gespannt waren wir noch auf den Showauftritt, den die Forty Fours immer in Petto haben. Das verlinkte Video zeigt nicht den Auftritt der FF, sondern ein Beispiel aus dem Internet. Die Überraschung war groß, als 7 verschiedenfarbige Ganzkörpersäcke in den Saal kamen. Wer in jedem Sack steckte, war nicht zu erkennen. Sie haben verschiedene Musikstücke witzig und ausdrucksvoll umgesetzt, mussten dafür die Positionen wechseln und Paare und Figuren bilden. Ich habe keine Ahnung, wie gut man durch den Stoff hindurchgucken konnte. Es hat aber bestimmt viel Zeit gekostet, die Show so vorzubereiten, dass es so klasse geklappt hat wie an diesem Abend. Das Publikum war begeistert und fand es auch super, dass Kate in der letzten Hälfte mit eingebunden wurde.

Wir haben lange auf dieses Wochenende hin gefiebert und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Forty Fours haben ein sehr schönes Event organisiert. Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr herzlich für die vielen Mühen und die Zeit, die es sie gekostet haben muss, um diese 2 Tage zu gestalten. Ich finde es auch sehr schön, dass dieses Mal Gäste aus dem Norden höher als Bamberg den Weg nach Maichingen gesucht haben. Ich hoffe, sie sind auch mit guten Gefühlen nach Hause gefahren und haben ihren Freunden berichtet, dass der Line Dance in Maichingen „rocked“.

Gruppenbild alle Teilnehmer
Alle Teilnehmer am Samstag 28.05.16

 

 

 

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